Sport und Erkältung

Fitness Army
Foto: Flickr, Army Medicine

Auch wenn ich die Anzahl der Erkältungen im Winter durch Sauna und Vitamine mittlerweile deutlich reduziert habe, trifft es mich doch fast jeden Winter mittlerweile mindestens einmal: Ich erkälte mich.Und da ich aber sportlich ziemlich engagiert bin und jede Woche mindestens drei Mal ins Training gehe, stand ich dann jedes Jahr am Anfang eines nahenden Schnupfens vor dem gleichen Gewissenskonflikt: Will ich wirklich wegen ein bisschen Halsweh, Husten und Kopfschmerzen nicht ins Training gehen?

Horror

Einerseits denke ich mir ja, dass es schade um den Fortschritt ist, den ich gemacht habe. Und man sieht ja auch immer gleich, wenn man das Training ein oder zwei Mal hat ausfallen lassen. Es scheint fast, als würde der Körper sich wieder schneller und stärker zurück entwickeln, als er vorher überhaupt Fortschritte gemacht hatte.
Andererseits höre ich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis alle paar Jahre mal wieder eine Horrorgeschichte, in der Sportler, die eine Erkältung nicht richtig auskuriert haben, tot umgefallen sind, weil ihr Herz einfach stehen geblieben sei.
Ob diese Geschichten so stimmen, konnte ich allerdings nie wirklich überprüfen.

Abwehrkräfte und Herz

Fakt ist, dass Sport grundsätzlich die körpereigene Abwehr stärkt. Aber das gilt eben nur bei einem gesunden Menschen, denn bei diesem wird durch den Sport das Immunsystem gestärkt. Wenn der Körper hingegen schon erkrankt ist, arbeitet eben dieses Immunsystem auf Hochtouren und Körper sowie Herz sind überdurchschnittlich belastet. Eine zusätzliche Belastung des Körpers durch Sport verschlimmert und verlängert selbst eine kleine Erkältung unnötig. Und ja, so etwas kann letztlich zu einer Herzmuskelentzündung mit katastrophalen Folgen führen.

Kein Training bei Fieber & Co.

Das gilt nicht für jedes bisschen Laufen der Nase. Aber spätestens bei Begleitsymptomen wie Hals-, Kopfschmerzen und – ganz besonders – Fieber, muss auf das Training verzichtet werden!
Die Einnahme von Medikamenten, die die Erkältungssymptome lindern, ist übrigens keine Lösung: Auch diese belasten das Herz zusätzlich und verschleiern letztlich nur die Symptome, so dass man sich eventuell zu früh zu viel zutraut.

Mehr Schaden als Nutzen

Ich kann nicht abstreiten, dass ich früher selbst mit Erkältungen und manchmal mit Fieber trainieren gegangen bin. Wie oben bereits geschrieben, hatte ich zu große Angst, meine sorgsam erarbeiteten Fortschritte der Vorwochen in kurzer Zeit wieder zu verlieren.
Aber im Endeffekt hat das meinem Training mehr geschadet als genützt: In der Regel war ich schon am Folgetag noch deutlich kränker und musste das Training meistens für weit mehr als eine Woche pausieren.

Meine Lösung

Mittlerweile bin ich daher dazu übergegangen, schon bei ein bisschen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen auf das Training zu verzichten. Ich mache mir lieber abends eine Heiße Zitrone, nehme ein Erkältungsbad und gehe früh schlafen. Damit stehen die Chancen deutlich besser, dass es mir am nächsten Tag besser geht und ich wieder voll im Training durchstarten kann.

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