Über den Sinn und Unsinn von Trainingsplänen

LEGO-Männchen bei der Analyse
Ein Trainingsplan lädt geradezu zur Analyse ein (Quelle: Flickr, Minifig Shop)

Wenn du ins Fitnessstudio gehst, wirst du bei den wenigsten Sportlern einen Trainingsplan sehen. Die meisten scheinen entweder nach Gefühl zu trainieren oder über unglaubliche Speicher- und Analysefähigkeiten in ihrem Gehirn zu verfügen.
Die wenigsten arbeiten im Fitnessstudio wirklich mit einem genauen Plan und eigenen statistischen Aufzeichnungen bis hin zu einzelnen Wiederholungen und Gewichten.

Aber macht denn so ein Trainingsplan überhaupt Sinn?

Erst einmal ist es natürlich ein Mehraufwand, den Trainingsplan zu entwickeln, auszudrucken und dann auch noch nach jedem Satz akribisch mit Zahlen zu befüllen.
Am Ende lohnt es sich aber gerade aus motivatorischen Gründen:

weniger Muskelwachstum

Wenn du bereits einige Monate regelmäßig in einem Fitnessstudio trainierst, werden deine Fortschritte schwerer wahrnehmbar werden:
Denn das Muskelwachstum ist in den ersten drei Monaten des Trainings sehr stark und mit bloßem Auge sehr gut nachvollziehbar. Diese offensichtliche Veränderung deines Körpers fällt aber in der Folgezeit nicht mehr so stark aus. D.h. du trainierst zwar genauso oft im Fitnessstudio nimmst aber weniger Veränderung mit bloßem Auge wahr. Das könnte deine Motivation eventuell leiden lassen.

weniger Steigerung der Gewichte

Ebenso verhält es sich mit der Steigerung der Gewichte: Während du in den ersten drei Monaten deines Trainings beinahe bei jedem Training die Gewichte in jeder Übung um ein gutes Stück nach oben schrauben kannst, bewegst du dich in der fortgeschrittenen Phasen nur in Bereichen marginaler Steigerungen. D.h. manchmal schaffst du von einer Übung gerade einmal eine Wiederholung mehr – oder sogar nicht einmal eine.

Fortschritte werden wieder sichtbar

Hier kommt dann der Trainingsplan ins Spiel: Mit diesem kannst du zu jeder deiner Übungen das Gewicht, die Anzahl der Sätze und Wiederholungen erfassen und so auch nur kleinste Veränderungen dokumentieren und ggf. zuhause auswerten. Das heißt auch kleinste Fortschritte werden für dich wieder sichtbar.
Natürlich sollte diese Auswertungsarbeit am Ende nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen als das Training selbst.
Also übertreibe es nicht!

Sensitivierung des Trainings

Ein netter Nebeneffekt ist die Sensitivierungsfähigkeit, die man mithilfe so eines Trainingsplans bekommt:
Je länger du im Bereich Fitness und Kraftsport trainierst, desto mehr wirst du das Bedürfnis nach Veränderung deines Trainings verspüren. Du wirst Häufigkeit und Art des Trainings, Art und Anzahl der Übungen  sowie Sätze und Wiederholungen variieren und kannst aus deinen Aufzeichnungen umfangreiche Schlüsse ziehen und somit dein Training analysieren.
Du kannst sogar soweit gehen, dass du Einflüsse deiner Ernährung und deiner Schlafqualität auf deine Trainingsleistungen mithilfe deiner Aufzeichnungen analysierst.

Fazit

Es gilt also festzuhalten, dass ein Trainingsplan Sinn macht, um deine Fortschritte zu dokumentieren und somit deine langfristige Motivation hoch zuhalten.
Weiterhin eröffnet sich durch das Führen eines Trainingsplans die Möglichkeit, spätere Änderungen an  deinem Trainingsplan, deiner Ernährungs- und Schlafweise zu erkennen und auszuwerten.

Hier geht’s zu den Trainingsplänen.

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