Mit PU Menschen verlieren

Wenn du mit Pick Up anfängst und bereit bist, wirklich an dir zu arbeiten, wirst du viele neue und interessante Menschen kennenlernen. Aber es wäre nur die halbe Wahrheit, würde ich dir nicht auch erzählen: du wirst auch welche verlieren. Und darum geht es heute in diesem Beitrag.

Pick up…

Der Anlass für den heutigen Beitrag ist der folgende: Ich habe in der letzten Woche im Daygame ein Mädchen angesprochen und kennengelernt, das anders was als andere Mädchen. Wir verstanden uns von Anfang an gut, hatten viele Gemeinsamkeiten; und ich fühlte mich ihr von Anfang an verbunden. Sie hatte mich auf den unterschiedlichsten Ebenen tief berührt. So sehr, dass meine Freunde bereits anfingen, mich zu warnen, dass ich möglicherweise für ein Mädchen bereit werden könnte, alles aufzugeben. Sie hatte mich meine Ziele hinterfragen lassen…

…and down.

Aber es kam eh anders: Nachdem wir einige sehr schöne Momente miteinander verbracht haben, habe ich sie nun wieder verloren. Heute Morgen erhielt ich eine Sprachnachricht von ihr, in der sie mir mitteilte, dass sie herausgefunden hat, dass ich ein Pick Up Artist bin, und dementsprechend nichts mehr mit mir zu tun haben möchte.

Schmerz

Und das tut weh. Viel mehr, als es nach Pick Up und all meiner (erarbeiteten) Unabhängigkeit von externer Bestätigung wehtun sollte. Es ist also nicht einfach nur das Gefühl von Ablehnung oder Nichtinordnungsein. Nein, die Gefühle, die ich empfinde, gehen diesmal deutlich tiefer und daran merke ich, dass es manchmal eben doch mehr ist. Die Kleine hat mich tief im Herzen berührt. Das zeigte sich auch darin, dass ich beinahe jegliches Game fahren und mich in ihrer Gegenwart fallen ließ.

Liebeskummer

Nun heißt es nach alter Pick Up-Lehre, dass der Fehler schon darin bestand, diese Gefühle überhaupt zuzulassen und nicht rechtzeitig kehrt zu machen. Aber tief in meinem Herzen bin ich eben doch Romantiker und will nicht jede Hoffnung technisieren oder gar prophylaktisch fahren lassen. Das heißt für mich in Zukunft wahrscheinlich, dass ich weiter eine Fusion aus Game und Hoffnung auf wahre Liebe kultivieren werde. Mal gucken, ob das funktioniert.

Erfolge in Erinnerung rufen

Auch wenn mich diese Geschichte fürchterlich getroffen hat, werde ich weiterhin die richtigen Schlüsse ziehen. Daher will ich mir heute und an dieser Stelle noch einmal ganz genau in Erinnerung rufen, wo ich heute (im Vergleich zu vor 6 Monaten) stehe und was sich in meinem Leben durch Pick Up verändert hat.

  1. Ich habe heute mehr und bessere Freunde als jemals in meinem Leben zuvor, weil ich nicht mehr auf meinen Social Circle angewiesen bin, sondern Menschen überall, zu jeder Zeit und bei jedem Anlass kennenlernen kann und mir dadurch aussuchen kann, wen ich in mein Leben lasse und wen nicht.
  2. Ich verfüge über ein privates und berufliches Netzwerk, das mir über schwierige Phasen hinweg helfen wird und deren Mitglieder in schweren Momenten bisher immer für mich da gewesen sind.
  3. Ich bin ein wesentlich weniger oberflächlicher Mensch geworden. Dadurch, dass ich mittlerweile schätzungsweise 600 Frauen angesprochen und ungefähr die Hälfte von ihnen kennengelernt habe, bin ich weit weniger auf das Äußere fixiert und lerne Frauen mit ihrem ganzen Wesen kennen. Das Aussehen einer Frau kann nun nicht mehr ihren wahren Charakter vor mir verbergen.
  4. Ich glaube wieder an die wahre Liebe und „die Eine“: Noch vor sechs Monaten hätte ich über so etwas gelacht. Aber ich habe so viele unterschiedliche Mädchen kennengelernt, dass ich mir heute sicher bin: Es gibt da draußen das eine Mädchen, das perfekt zu mir passt. – Und die werde ich finden. 🙂
  5. Ich bin weit weniger egoistisch und dadurch deutlich umgänglicher: Dadurch, dass ich mein Ego zunehmend zurückdrängen konnte, kann ich mich in meinen zwischenmenschlichen Beziehungen heute von Liebe und Empathie leiten lassen. Dadurch suche ich öfter den Ausgleich und setze nicht blindlings meine (scheinbaren) Interessen durch. Harmonie verstehe ich heute nicht mehr als Indiz für zwischenmenschliche Langeweile sondern als Ausdruck des Ausgleichs.
  6. Ich bin in allen zwischenmenschlichen Interaktionen wesentlicher ruhiger. Sowohl Meditation als auch das permanente Erfahren von Ablehnung haben mich deutlich ruhiger werden lassen. Auch die permanenten Shit-Tests der Frauen haben hierzu ihren Teil beigetragen. Wenn man nur oft genug aufs Maul bekommt, tut es halt irgendwann nicht mehr weh. 😉
  7. Ich bin selbstbewusster geworden: Ich verstehe heute erst, was es heißt, selbstbewusst zu sein. Dank täglicher mehrfacher Meditation finde ich heute schnell meine innere Mitte und weiß, was gut oder schlecht für mich ist.
  8. Ich habe mehr Selbstvertrauen: Fußend auf dem erwähnten Zuwachs an Selbstbewusstsein, intensiver Auseinandersetzung mit meiner Lebensweise, Reisen bzw. kleinen Trips und nicht zuletzt vielen positiven Referenzerfahrungen, bin ich heute mit einem Selbstvertrauen ausgestattet, das ich mir verdient habe.
  9. Ich setze Grenzen. Ich lasse nicht mehr alles mit mir machen und irgendwelche zweitklassigen Menschen auf mir herumtrampeln. Ich ziehe meine Kraft heute aus meiner inneren Stärke und kann mit dieser solchen Menschen locker die Stirn bieten.
  10. Ich erwähle die Menschen, die ich in mein Leben lassen möchte und trenne mich von denen, die mich mich schlecht fühlen lassen.
  11. Ich bin erfolgreicher und es geht mir finanziell besser: Dank des neuen Selbstvertrauen, des umfassenden Netzwerks aus dem Lair und unermüdlicher Arbeit an meinen Zielen stehe ich heute auch Erfolgreicher und finanziell besser da als vor sechs Monaten.
  12. Ich habe meine wahren Leidenschaften ergründet, mich von meinem Job emanzipiert und mir eine neue Lebensperspektive geschaffen.
  13. Ich kann stärkeren emotionalen Halt geben: Dadurch, dass ich mittlerweile mental gefestigt bin, kann ich Frauen nun den emotionalen Halt geben, den sie benötigen.
  14. Ich kann heute mir und anderen die sexuellen Fantasien erfüllen, die wir uns insgeheim schon immer gewünscht haben, deren Verwirklichung uns aber durch negative Glaubenssätze versagt blieb.
  15. Dank Umstellung von Sport und Ernährung bin ich heute attraktiver und gesünder als jemals zuvor.
  16. Ich habe die nahezu vollständige Kontrolle über meinen Körper und alle seine Triebe gewonnen.
  17. Ich fühle mich in der Gegenwart schöner Frauen wohl und sie fühlen sich in meiner Gegenwart wohl. Bis sie natürlich erfahren haben, dass ich ein Pick Up Artist bin. 😉

Kurzum: Es geht mir in so ziemlich allen Belangen meines Lebens besser. Ich habe mich sehr schnell sehr gut entwickelt und meine Ziele alle sukzessive voran gebracht. Es wäre daher fatal, Pick Up von jemand Außenstehendem in Zweifel ziehen zu lassen. Egal, wieviel mir diese Person sonst bedeutet hat bzw. hätte bedeuten können.

Fragen über Fragen

Dennoch stelle ich mir natürlich Fragen:

  1. Werde ich so ein tolles Mädchen jemals wieder kennenlernen?
  2. War das vielleicht meine letzte Chance auf wahre Liebe?
  3. Hätte ich es vermeiden können, indem ich vorher mit offenen Karten gespielt hätte?
  4. Wie lange wird es brauchen, bis ich mich davon wieder erholt habe?

Ich denke, dass diese Fragen ganz natürlich sind. Immerhin hatte ich schon sehr viel Zukunft auf dieses Mädchen projiziert und die „gemeinsame Zukunft“ in schillernden Farben ausgemalt gehabt. Zwar habe ich mich immer wieder versucht zu bremsen; allein wirklich gelungen ist es mir nicht. Und das ist dann das Problem: Dadurch, dass die Fantasie schon so hochgeflogen ist, ist der Fall in der Realität umso tiefer und schmerzhafter. Deswegen sollte man eben in der Gegenwart leben und nicht in einer unbestimmbaren Zukunft.

Wenn man sich die Fragen anschaut, sieht man schnell, dass sie nichts bringen. Sie sind Ausdruck einer diffusen Angst vor der Zukunft und dem eigenen Scheitern. Diese Fragen beschäftigen sich mit einer Vergangenheit, die nicht geändert werden kann, und einer Zukunft, die nicht vorhersehbar oder planbar ist.

Das einzige, was wichtig ist: Ich habe sie verloren, sie ist weg, ich bin immer noch da und werde es auch morgen und übermorgen noch sein.

Es ist immer alles gut, wie es gekommen ist.

Momentan ist der Schmerz noch sehr stark und eine wirkliche objektive Aufarbeitung schwer möglich. Dennoch muss ich bereits jetzt konstatieren: Es ist alles gut, wie es eben gekommen ist. Auch wenn das in dieser Phase des Schmerzes noch etwas schwer zu erkennen ist.

Ich muss ehrlich zu mir sein: Ich wusste die ganze Zeit, dass mein Herz für dieses Mädchen schneller schlägt und habe dennoch mit dem Feuer gespielt. Ich hätte mich in dieses Mädchen verliebt und alle meine Ziele riskiert.  Das Schicksal meint es also gut mit mir; wenn das auch momentan noch schwer zu erkennen ist – hinter der Traurigkeit des Moments des Abschieds.

Oneitis – emotionale Anhängigkeit von einem Dritten

Was hätte es mir gebracht, wenn ich für dieses Mädchen die nächste Oneitis ausgebildet und mich wieder emotional abhängig gemacht hätte? Ich hatte das bereits ein paarmal und ich habe gesehen, was diese Mädchen mit mir angestellt haben. Meine Ziele und Projekte wurden am Ende nicht nur von meiner Partnerin sondern sogar von mir selbst boykottiert. Ein Zustand, der bereits kurzfristig unhaltbar ist. Ich möchte nie wieder emotional anhängig sein von einer anderen Person. Ich habe bereits in meinem Elternhaus erfahren, wie es ist, für die Emotionen anderer verantwortlich gemacht zu werden. Das möchte ich nicht mehr. Ich bin nur mir selbst gegenüber verantwortlich und nur mir selbst etwas schuldig.

Ironie oder „die Natur der Sache“?

Dennoch ist es wohl der Ironie von Pick Up zuzurechnen, dass ich ohne Pick Up wahrscheinlich niemals so eine tolle Frau kennengelernt hätte, sie aber gleichzeitig durch Pick Up wieder verloren habe.

Aber ist das wirklich Ironie? Oder ist es genau so, wie es sein soll? Besteht Pick Up darauf, gekonnt Menschen zu verlieren, die man vorher ebenso gekonnt gewonnen hatte?

Ein Stück weit schon. Denn eine der zentralen Maximen von Pick Up ist es ja sogar, dass man die Menschen besser zurücklassen soll, als man sie vorgefunden hat. Das impliziert ja schon, dass das Erfahren von Verlust Pick Up inhärent ist. Ich wusste es und musste es dennoch erst noch erfahren, um die emotionale Erfahrung „genießen“ zu können. Und so ist der Schmerz wieder ein weiterer Baustein in der Menschwerdung – Homo Faber? 😉

Ob ich dieses Mädchen besser zurückgelassen habe, als ich sie vorgefunden hatte? Ich hoffe es wirklich. Allein, die Zeit war etwas zu kurz…

Ich muss einfach darauf vertrauen, dass es ihr ohne mich besser geht. Beeinflussen kann ich es nun eh nicht mehr.

Pick Up ist Misserfolg und Misserfolg ist Pick Up

Weiterhin glaube ich mittlerweile, dass es wohl in der Natur von Pick Up liegt, dass man erst alle Formen von Enttäuschung und Misserfolg kennengelernt und erlebt haben muss, ehe man langsam zu sich selbst findet. Tatsächlich besteht Pick Up zu weiten Teilen daraus, dich erst einmal zu brechen:

Du erfährst haufenweise Ablehnung, lehnst dich am Tiefpunkt sogar selbst ab, siehst dein Ego in Trümmern vor dir liegen und fängst erst langsam an, zu deinem wahren Selbst zu finden. Diejenigen, die das Game moderner interpretieren, versuchen Wege zu entwickeln, um einem diesen schmerzhaften Prozess zu ersparen, aber letztlich ist dieses Ansinnen nur mit eingeschränkten Erfolgsaussichten ausgestattet. Die gesellschaftliche Konditionierung hat die meisten von uns so unsichtbar gemacht hinter dem Ego, dass es gewaltsam zerstört werden muss.

Und so ist auch der heutige Tag einer, der mich eher ‚runterzieht und an meinem Vertrauen in mich, meine Fähigkeiten und Talente zweifeln lässt. Aber auch das ist im Moment normal und sollte morgen hoffentlich langsam wieder abklingen.

Schwerwiegende positive Veränderungen treffen dich immer auch mit der Kehrseite

Pick Up ist keine Einbahnstraße und wird dir nicht nur schöne Momente bescheren. Aber das ist auch gut so: Wenn du dich für Pick Up entscheidest, triffst du damit eine Entscheidung für dein ganzes Leben. Dementsprechend schwerwiegend sind auch die Konsequenzen – die positiven wie negativen. Wenn du einen Weg gehst, der in deinem Leben ein so großes Upside verursacht, wie die Fähigkeit, gut mit Frauen zu können. Dann musst du dir von vornherein darüber im Klaren sein, dass du auch schwere Downsides ertragen können musst.

Auch wenn du damit eine Frau verlierst, die etwas ganz Besonderes ist….war….

Lone Wolf

Eine der schwerwiegendsten Erkenntnisse, die dich im Rahmen deiner Entwicklung zum PUA treffen, ist die vom Lone Wolf. Mir kam diese Erkenntnis im Winter beim Daygame: Immer wenn ich alleine draußen war, weil alle anderen wieder zu gemütlich waren, um ihren Hintern raus zu bewegen.

Es ist aber auch nicht besonders einladend, sich bei Minusgraden von fremden Frauen mit anatomischer Präzision fertig machen zu lassen. 😉

In diesen Momenten merkte ich, dass niemand da ist, um mich zu unterstützen, dass ich ergo ganz auf mich allein gestellt war.

Und dieser Eindruck erfasst dann langsam PU als Ganzes: Letztlich bist du als Pick Uper auf dich alleine gestellt, denn praktisch alle sind gegen dich.

  • Frauen fehlt oftmals das echte Interesse, Pick Up zu verstehen. Die wenigen Pick Up Cats, die ich kenne, sind hiervon löbliche Ausnahmen. Danke, Mädels, ihr haltet unsere Hoffnung mit am Leben. 🙂
  • Die Gesellschaft als Ganzes nimmt uns als Störfaktoren für ihr Gleichgewicht wahr und stößt uns dadurch regelmäßig.
  • Männer haben permanent Angst vor uns, weil sie sehen, wie ihre Frauen sich von uns angezogen fühlen, ohne dass wir es darauf anlegen würden.
  • Politiker würden uns am liebsten verbieten oder wegsperren lassen.
  • Für die Kirchen sind wir Abgesandte des Teufels in Person.

Einfacher ausgedrückt: alle sind gegen dich, du bist ein Außenseiter, das ganze Leben ist ein einsamer Kampf. Also gewöhne dich am besten schon einmal an Abschied, Trauer und Tränen.

Aber warum machen wir das dann alles immer weiter? Weil wir hinter den Vorhang gesehen haben. Und wenn du einmal dahinter geschaut hast, willst du dich nicht mehr belügen lassen. – Ich jedenfalls nicht. Ich will nicht mehr Teil einer unkenntlichen Dispositionsmasse Anderer sein sondern der Herr über mein eigenes Schicksal.

Und so begreifst du, dass du im ganzen Leben der Lone Wolf bist. Es wird Menschen geben, die an deiner Seite eine Zeit lang verweilen wollen; aber irgendwann werden auch diese weiterziehen.

Und dann bist du wieder allein…

Also machen wir es zu unserer Maxime: Allein gegen den Rest der Welt.

Abschied, Trauer, Aufarbeitung

Ich werde also an meinen großen und langfristigen Zielen festhalten und mich nicht ablenken lassen.

Es geht nun darum, dass ich mich davon nicht wieder aus der Bahn werfen lasse. In der Vergangenheit hätte mich so etwas Trauriges und vor allem Unglückliches wochen- oder gar monatelang fast außer Gefecht gesetzt und mein Lebensglück gefährdet. Das lasse ich nicht mehr zu. Ich habe zu hart daran gearbeitet, ich selbst zu werden. Und ich habe zu große Angst davor, wieder zu dem zu werden, der ich einstmals war…bzw. glaubte zu sein.

Ich werde so wenig Zeit wie möglich verstreichen lassen, ehe ich in die Aufarbeitung gehe, um den negativen Emotionen nicht den Raum zu geben, Besitz von mir zu ergreifen.

1. Schmerz zulassen – mir meiner Gefühle bewusst werden

Aber heute darf getrauert werden. Heute muss getrauert werden. Den heutigen Tag muss ich mir geben, um den Schmerz zuzulassen und in seiner Gänze zu erfahren. Das klingt zwar masochistisch, ist aber sinnvoll. Bisher habe ich die zarten Gefühle, die ich für sie empfunden habe, verdrängt, um keine Oneitis zu entwickeln und sie dadurch zu verlieren. Jetzt kann ich im Schmerz wenigstens erfahren, wie viel sie mir wirklich bedeutet hat und welche Gefühle sie in mir hervorgerufen hätte. Außerdem möchte ich den Schmerz gar nicht mehr verdrängen. Ich habe schon oft genug erfahren müssen, wie schnell einen sowas wieder einholt. Vielleicht nicht dieses Mal, aber beim nächsten Mal…

2. Verständnis und Empathie pflegen bzw. entwickeln

Einer der wichtigsten Schritte ist meiner Meinung nach, Verständnis und Empathie zu pflegen oder erst zu entwickeln. Es wäre absolut ignorant, kein Verständnis für dieses Mädchen und ihre Gefühle zu entwickeln. Ich habe dieses Mädchen sehr gemocht und verstehe natürlich, dass sie ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen vom Leben hat, die anscheinend mit meinen nicht kongruent waren. Das ist schade, bedeutet aber nicht, dass ich ihre Wünsche nicht respektiere.

Das heißt nicht, dass ich Sympathie für ihre Meinung entwickle oder irgendeine irgendwie geartete Schuld eingestehe oder übernehme.

Die Dinge sind gelaufen, wie sie gelaufen sind. Auch wenn wir uns so nah waren, scheinen wir einfach nicht überein gekommen zu sein. So sinnlos und schmerzhaft es auf den ersten Blick erscheint.

3. Gefühle rationalisieren

Aber dann beginnt auch schon die Aufarbeitung. Ich werde meine Gefühle nehmen und rationalisieren.

  • Warum bedeutete mir dieses Mädchen mehr als andere?
  • Warum habe ich jetzt Schmerzen?
  • Was habe ich geglaubt, kann mir dieses Mädchen geben, das ich mir bisher noch nicht selbst geben kann?
  • Welche Gefühle verbinde ich mit meiner Zukunft und mit dem Erreichen meiner Ziele? Sind diese Gefühle noch gut und erstrebenswert?

4. „Fehler“ aufarbeiten

Irgendwas muss ich wohl falsch gemacht haben. Eine genauere Analyse wird meine Fehler zutage treten lassen. In meinem konkreten Fall sind es wohl weniger Fehler im Game, da ich bei diesem Mädchen auch wenig Game gebraucht habe. Mein eigentlicher Fehler lag wohl darin, nicht auf mein Herz gehört und die Sache nicht vorzeitig beendet zu haben. Wenn man Gefühle entwickelt, sollte man wohl lieber weglaufen.
Das Witzige ist, dass ich bei diesem Mädchen kaum irgendwelche Techniken angewendet habe – und wenn dann unbewusst. Ich bin einfach ich selbst gewesen und habe mich ihr gegenüber geöffnet.

Und dahin soll uns Pick Up ja eigentlich führen: Außenstehende denken immer, Pick Up wäre eine Ansammlung von Techniken, die alle Frauen in das eigene Bett manipulieren. Aber wenn man mal eine Zeit lang dabei ist, weiß man, dass es anders ist. „Fake it till you make it!“ Du brauchst die Techniken nur solange, bis du in der Gegenwart schöner Frauen einfach du selbst sein kannst. Und dahin entwickelt dich Pick Up: Zu einem selbstbewussten und erfolgreichen Mann, der gut mit Frauen umgehen kann. Und der braucht dann sicher keine manipulativen Techniken.

Worin lag also der eigentliche Fehler: Ich bin nicht offen und ehrlich gewesen. Das muss ich ehrlich konstatieren. Wahrscheinlich hätte ich sie dadurch auch verloren; dann aber bevor es wehtut.

In der Rechtswissenschaft sprechen wir allerdings von hypothetischer Kausalität, die weithin abzulehnen ist. Niemand weiß, was gewesen wäre, wenn…

5. Tagebuch

Ich führe Tagebuch nach einem gewissen Schema, das mir auch dabei helfen soll, die Gefühle besser zu verarbeiten und mich nicht von ihnen vereinnahmen zu lassen. Mit Hilfe dieses Schemas lässt sich in solchen Fällen gut herausarbeiten, dass Gefühle und Gedanken keinen Einfluss auf die eigene Realität haben. Dadurch kann ich mir immer wieder verdeutlichen, dass ich der Erlebende, nicht das Erlebte bin.

6. FTOW

Ab morgen werde ich wieder rausgehen und von vorne anfangen. Es wird schwer sein am Anfang und ich werde voraussichtlich erst einmal noch mehr Ablehnung erfahren. Aber am Ende werde ich gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgehen. So war es immer und so wird es immer wieder sein. Man wächst an diesem Durchdiescheissegehen und Sichwiederaufrappeln ungemein. Allein, man merkt es erst später. Im Moment regiert der Schmerz…Aber da müssen wir durch.

I am living for purpose, not for pleasure!

Schmerz schmeckt heute bitter, ist aber die Saat des Triumphes von morgen.

Fazit

Ich kann heute nur sagen, dass es mir nicht gut geht. Mein Herz ist schwer und ich vermisse dieses Mädchen schon jetzt sehr. Ich hatte mir offensichtlich insgeheim mehr ausgerechnet… Wäre es anders gekommen, hätten wir hier demnächst alle miteinander verhandeln müssen, wie ich Pick Up mit der Liebe für ein einzelnes Mädchen verbinden soll.

So liegt diese Herausforderung noch vor uns.

Und das ist allem Anschein nach auch gut so: Ich habe noch nicht über die emotionale Reife für so eine Frau verfügt. Ich hätte wohl beinahe wieder für ein Mädchen alles aufgegeben: beruflichen, sportlichen, gesundheitlichen und nicht zuletzt zwischenmenschlichen Erfolg. Um mich wieder anzupassen und wieder still in der Unkenntlichkeit zu verschwinden.

Man sagt, dass statistisch 19 von 20 Pick Upern aufgeben. In den meisten Fällen deswegen, weil sie endlich die Freundin gefunden haben, nach der sie gesucht haben.

Dann bin ich jetzt ja wohl ein 5%er. 😉

Ohne Pick Up hätte ich diesen wunderbaren Menschen gar nicht kennengelernt. Nun habe ich ihn eben wegen Pick Up wieder verloren. Die Conclusio darf also nicht sein: Pick Up ist schuld. Ganz im Gegenteil: Pick Up hat mir diese Erfahrung erst ermöglicht, auch wenn sie im Ergebnis schmerzhaft war.

Ein wichtiges Element der Entwicklung zum Pick Up Artist ist die Entwicklung weg vom People Pleaser zu jemandem, der einen feststehenden Charakter hat. Zu jemandem, der polarisiert. Denn, nur wenn man polarisiert, kann man am Ende auch die Menschen herausfiltern, die einen wirklich mögen.

Nun habe ich eben polarisiert und muss mit den Konsequenzen leben…ab morgen….

Es ist heute etwas länger geworden, aber so könnt ihr aus meinem schwierigen Moment etwas für euch und eure Entwicklung herausziehen. Keep going strong!

Lasst euch nicht verunsichern von anderen, die euch kaum kennen und nicht wissen, was ihr teilweise durchgemacht habt. Lasst euch nicht als PUA labeln, sondern versucht euren eigenen Stil zu finden, damit ihr einfach ihr selbst sein könnt.

Ihr wachst an euch; nicht an den Frauen.

Ich schließe mit einer meiner Lieblingszeilen von David Crosby:

But I’m not giving in an inch to fear

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