Pick Up Artist Tattoo Alpha

Das habe ich mir heute nach der Arbeit stechen lassen. Spontan – mehr oder weniger jedenfalls. Ich hatte während des Sargens öfter mal bei dem Studio vorbeigeschaut. Bisher war es aber immer ziemlich voll gewesen und ich hatte keine Lust mit Terminen hantieren zu müssen.

Tattoo Studio

Und so ging ich heute nach der Arbeit auch direkt sargen, und drehte an der Konstablerwache schon fast um, ehe ich doch einen Schlenker in Richtung Tattoo Studio einbaute.

Und siehe da: Außer eines jungen Mädchens, das vor dem Studio rauchte, waren keine (potenziellen) Kunden sichtbar. Also ging ich rein, wurde direkt gefragt, was ich wünsche und konnte nach einer halben Stunde Vorbereitung loslegen.

Tattoo Anxiety

Wobei die halbe Stunde Vorbereitung für mich eher aus innerer Vorbereitung bestand. Denn Werkzeuge oder einen Arbeitsplatz musste ich selbst ja nicht vorbereiten – das übernahm ja der Tätowierer für mich.

Allerdings merkte ich, wie doch langsam wieder etwas Angst in mir hochkroch und sich Bahn brechen wollte. Kurzzeitig überlegte ich, welche Möglichkeiten ich hätte, all dies wieder abzublasen, rückgängig und mich selbst aus dem Staub zu machen. Aber letztlich verhielt es sich auch hier wie mit der Ansprechangst und jeder anderen Angst auch: Ich musste das Gefühl nur einen Moment zulassen und in seiner  vollen Intensität erfahren, ehe es auch schon wieder verschwand. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst…

Tattoo Alpha Zeichen

Das Motiv hingegen hatte ich mir schon vor Monaten überlegt gehabt. Ich wollte ein starkes Zeichen, das Errungenschaft, Erwartungshaltung und Selbstverständnis symbolisieren soll. Es führte also kein Weg am Alpha vorbei. 🙂

1. Errungenschaft

Einerseits sehe ich das Alpha Zeichen als Errungenschaft; als eine Art Abzeichen für das, was ich geleistet habe. So soll es mich daran erinnern, was ich alles geleistet habe, wie oft ich mich meinen Ängsten gestellt habe und durch sie hindurchgegangen bin.

Es soll mich daran erinnern,…

  • …dass ich zu weit mehr und weit Größerem in der Lage bin, als ich einmal selbst für möglich hielt.
  • …dass Grenzen nur in meinem Kopf existieren und dass ich diese Grenzen bereits immer wieder verrückt habe.
  • …dass ich allein der Schöpfer und Gestalter meines Glaubens und meines Lebens bin.
  • …dass ich den Irrglauben und die Beschränktheit anderer ablehnen musste, um zu mir selbst zu finden und mein Potenzial zu ermessen.
  • … dass ich nur noch glaube, was ich selbst erfahren habe.
  • …dass ich genug bin.

2. Demut

Es soll mich aber auch daran erinnern, demütig zu bleiben. Ich habe gelernt, dass die Erfolge und Misserfolge von gestern heute nichts mehr wert sind. Nur die Erfahrung des Gelingens oder Scheiterns kann ich vom Gestern in das Heute retten und in die Waagschale werfen. Aber allein diese Erfahrung ist so unendlich viel wertvoller als jeder Erfolg.

Ich will mich demütig daran erinnern,…

  • …dass ich morgen wieder bei „0“ anfange – wie ein Neugeborenes, das den wärmenden Schoß der Mutter verlassen und zum ersten Mal die Kälte der äußeren Welt gespürt hat. Das Spielfeld wird jeden Abend aufgeräumt und am Folgetag wieder neu gestartet. Die Erfolge von gestern haben keinen Einfluss auf die Ablehnung von heute.
  • …dass ich jetzt einen anderen Weg eingeschlagen habe. Einen Weg, der von mir verlangt, dass ich jeden Tag ein bisschen mehr an mir arbeite. Einen Weg, der mir nur wenige Momente des Ausruhens und Innehaltens gewähren wird. Einen Weg, der jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung darstellen wird, der mich jeden Tag an meine Grenzen führen wird. Denn der Weg an die Spitze ist schwer und dort zu bleiben ist noch schwerer. Ich darf mir meiner Rolle und Bedeutung niemals zu sicher sein und muss sie und mich jeden Tag hinterfragen.

3. Verantwortung gegenüber anderen

Dabei will ich aber auch niemals vergessen, welche Verantwortung aus der Alphaness erwächst: Andere Menschen lieben mich, vertrauen mir und verlassen sich auf mich. Diesen Menschen soll meine ganze Sorge und Verantwortung gelten.

Ich werde die Menschen, die ich liebe, stets beschützen und Sorge für sie tragen. Sie sollen sich in meiner Gegenwart entspannen, fallen lassen können und wohl fühlen.

Gleichzeitig will ich mein Wissen und meine Erfahrung nutzen, um die Menschen um mich zu lehren und zu entwickeln.

(Visited 35 times, 35 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere